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Open Standards for AI Commerce

Agentic Commerce Protocol: So wird Headless E-Commerce AI-fähig

Commerce orchestrated by AI

Was hinter dem Agentic Commerce Protocol steckt

Headless hat den Weg bereitet: Daten und Logik sind entkoppelt, Frontends sprechen über APIs mit Commerce- und Payment-Systemen.

Mit dem Agentic Commerce Protocol (ACP) entsteht darüber eine neue Ebene, ein zusätzlicher digitaler Touchpoint im E-Commerce. AI-Agenten führen nicht nur Dialoge, sie orchestrieren auch strukturierte Commerce-Flows bis zur Bezahlung. OpenAI definiert ACP als offenen Standard, der eine Konversation zwischen Kundinnen und Kunden, AI-Agent und Händler bis zum Kaufabschluss ermöglicht.

Kernprinzip ist der klar definierte Zustandsraum. Er beschreibt den vollständigen Checkout-Zustand und wird bei jeder Antwort vom Händler zurückgegeben. Der Agent verlässt sich nicht auf eigenen Zwischenspeicher, sondern zeigt genau den Zustand an, den das Backend berechnet. Die Quelle der Wahrheit liegt beim Händler.

The ACP Stack at a Glance

ACP besteht aus drei Bausteinen, die in getrennten Spezifikationen definiert sind.

  • Product Feed Spec. Händler liefern strukturierte Produktdaten inklusive Preisen, Verfügbarkeiten, Medien und Flags für Such- und Checkout-Fähigkeit. Feeds werden regelmäßig aktualisiert.
  • Agentic Checkout Spec. ChatGPT agiert als AI-Agent und rendert den Checkout. Der Händler stellt REST-Endpunkte bereit, um eine Session zu erstellen, zu aktualisieren und abzuschließen, plus Webhooks für Order-Events. Der vollständige Checkout-Zustand wird bei jeder Antwort zurückgegeben.
  • Delegated Payment Spec. Zahlungsdaten werden als einmalig nutzbarer, scopierter Token an den Händler bzw. dessen Payment Service Provider delegiert. OpenAI ist nicht Merchant of Record; Abwicklung, Refunds und Chargebacks liegen beim Händler.

OpenAI und Stripe pflegen den Standard, der als Open Source unter Apache 2.0 geführt wird. Der aktuelle Stand der Spezifikation liegt öffentlich auf Github.

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Vier Dialogmomente, die verkaufen

Guided Buying vom Bedarf zur Bestellung

 

Beispiel: „Ich suche eine Jacke für das nächste Ski-Wochenende, Größe M, Budget 150 Euro.“ Der Agent fragt Temperaturbereich und Wassersäule ab, zeigt passende Optionen, erklärt Unterschiede und prüft Verfügbarkeit. Danach legt er die gewählte Jacke in den Warenkorb und führt den Checkout im Dialog durch. Ergebnis: weniger Abbrüche und ein höherer Warenkorbwert.

Service to Sales statt reiner Retoure

 

Bei Größen- oder Farbthemen empfiehlt der Agent eine passende Alternative, prüft Bestände und reserviert direkt neu. Gleichzeitig erstellt er das Retourenlabel und klärt Zahlungsdifferenzen im Gespräch. So wird aus einer Retoure ein schneller Umtausch. Ergebnis: mehr Neuverkäufe nach Retouren und weniger Aufwand für Kundinnen und Kunden.

Komplexe Produkte verständlich machen

 

Bei Varianten und Kompatibilität stellt der Agent gezielte Rückfragen, begründet Empfehlungen mit Produktdaten und rechnet konkrete Werte vor, zum Beispiel Reichweite, Größe oder Verbrauch. Dadurch werden Unsicherheiten reduziert. Ergebnis: weniger Fehlkäufe, weniger Beratungsaufwand und eine klarere Entscheidungsführung im Dialog.

Neue Sichtbarkeit für kuratierte Sortimente

 

Über den Product Feed werden auch spezialisierte oder Nischenangebote auffindbar, die im klassischen Shop oft untergehen. Der Agent priorisiert Relevanz statt starrer Suchlogik und zeigt Produkte, die exakt auf Bedarf, Budget und Kontext passen. Ergebnis: gezieltere Produktpräsentation und bessere Sichtbarkeit für relevante Sortimente.

Man beschreibt das Ziel, der Agent erledigt den Rest. Kontext verstehen, Produkt wählen, Versand buchen, Zahlung bestätigen. ACP übersetzt Kundenwünsche in saubere API-Calls an das Headless-Commerce-Systemen.“

Julius Rabe
Lead Developer / Solution Architect

Warum ACP für Headless‑First relevant ist

Wer Headless-first konsequent umgesetzt hat, ist vorbereitet. ACP nutzt dieselbe Domänenlogik, nur sitzt vor der API nicht mehr ein Web- oder App-Frontend, sondern ein Agent. Das verändert die Experience, nicht die Kernsysteme. Für typische Headless-Architekturen, zum Beispiel mit commercetools und Microservices für Pricing, Inventory, Cart und Order Management sowie angebundenem PSP, gilt: Katalog, Warenkorb, Order und Payment bleiben wie sie sind. Neu ist die Orchestrierung durch den Agenten, ein zusätzlicher Kanal im Omnichannel-Setup.

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3 Essentials für Conversational Checkout

Katalog‑Governance

 

Feeds müssen korrekt, vollständig und frisch sein. Das Zusammenspiel von PIM, Preislogik, Lager und Content ist entscheidend, damit der AI-Agent jederzeit verlässliche und aktuelle Daten erhält.

Fresh, Complete, Consistent.

Risk und Fraud

 

Risiken verlagern sich stärker in Richtung Checkout-API. Dafür braucht es klar definierte Fehlerzustände, Signaturen sowie sichere Wiederholbarkeit aller Schritte. Ein strukturiertes Monitoring und passende Playbooks sollten Teil jeder Release-Definition sein.

Secure by Design.

Legal und CX

 

Rechtliche Anforderungen und Customer Experience fließen direkt in den Conversational Checkout ein. AGB, Datenschutz, Widerruf und Retouren müssen korrekt im State verlinkt und im Post-Purchase-Flow sauber abgebildet werden.

Compliance Meets Conversation.

From Headless to Agentic

ACP fühlt sich wie Headless 2.0 an. Die Kopplung bleibt lose, nur wechselt der Konsument der APIs von Menschen zu Agenten. Für bestehende API-first-Stacks, etwa mit commercetools, ist der Pfad überschaubar.

  • Feed-Pipeline aufsetzen und Varianten, Preise und Verfügbarkeiten sauber exportieren.

  • Drei Checkout-Endpoints plus Webhooks implementieren, direkt auf Carts, Orders und Payments in commercetools.

  • PSP-Tokenfluss herstellen und Observability härten.

Danach können Kundinnen und Kunden im Dialog einkaufen, ohne den Kontext zu verlassen. Headless hat die Grundlage gelegt, ACP macht daraus eine agentische Experience.

Outro

Grenzen und Roadmap

  • Verfügbarkeit zunächst in den USA, startend mit Etsy. Unterstützung für Shopify ist angekündigt. Internationale Expansion sowie komplexere Warenkörbe sind geplant.
  • Der Standard wird offen entwickelt und versioniert. Die Spezifikation liegt öffentlich auf GitHub und ist als Open Source (Apache 2.0) gepflegt. Einzelne Spezifikationen und RFCs sind aktuell als Draft gekennzeichnet.
  • Stripe ist die erste produktive Implementierung der Delegated-Payment-Spec. Weitere PSPs sind angekündigt, PayPal hat eine offizielle als Partnerschaft verkündet.

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Partnerschaften mit führenden Plattformen und Technologien

pixelart begleitet Sie entlang der gesamten Wertschöpfung: Data und PIM, Headless- und Microservice-Architekturen, Agentic Commerce Protocol und Conversational Checkout.
Wir arbeiten mit allen relevanten Technologiepartnern zusammen - darunter commercetools, AWS, Pimcore, Magnolia, Stripe und weitere Anbieter, die für Ihr Setup entscheidend sind.
So entsteht eine Lösung, die technisch sauber, zukunftsfähig und messbar wirksam ist.

Quick Facts

FAQ zum Einsatz von AI-Agenten im E-Commerce

Das Agentic Commerce Protocol (ACP) ist ein offener Standard, der es AI-Agenten ermöglicht, komplette Checkout-Prozesse im Headless-E-Commerce zu orchestrieren. Händler stellen strukturierte Produktdaten, Checkout-APIs und Payment-Tokens bereit, während der Agent die Kund:innen dialogbasiert vom Bedarf bis zum Kaufabschluss führt.

ACP nutzt bestehende Headless-Komponenten wie Pricing, Inventory, Cart und Order Management und ergänzt sie um einen AI-basierten Conversational Checkout. Dadurch profitieren Händler von geringeren Abbrüchen, höheren Warenkörben, besseren Produktempfehlungen und einem neuen, dialoggetriebenen digitalen Touchpoint.

Durch strukturierte Produktdaten, intelligente Rückfragen und den vollständigen Checkout-State ermöglicht ACP einen personalisierten, dialogbasierten Einkaufsprozess. Der Agent unterstützt bei Produktauswahl, Variantenberatung, Retouren, Umtausch und Bezahlung – ohne Medienbruch. Das führt zu weniger Fehlkäufen und einer deutlich höheren Conversion Rate.

Für ACP benötigen Händler eine saubere Feed-Pipeline, strukturierte Produktdaten, drei REST-Checkout-Endpoints, Webhooks für Order-Events sowie einen Payment-Provider, der Delegated Payment via Token unterstützt. Eine stabile Headless- oder Microservice-Architektur bildet die Grundlage. Security- und Monitoring-Playbooks sind essenziell.

Durch strukturierte Produktdaten, Variantenattribute und Echtzeit-Verfügbarkeiten kann der AI-Agent gezielte Rückfragen stellen, Empfehlungen begründen und kompatible Optionen anzeigen. Dadurch werden auch Nischenprodukte sichtbar, die sonst in klassischen Shops untergehen. Das steigert Relevanz, Transparenz und Beratungsqualität im Commerce-Dialog.

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Wir bringen strategisches Digital Consulting und fundierte Erfahrung in modernen Commerce-Stacks zusammen, um ACP, Feeds, Checkout und Payment reibungslos in Ihr Setup zu integrieren.

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Julius Rabe

Julius Rabe, Lead Developer / Solution Architect

Mike Glas